Ein ganz besonderer Schultag führte unsere beiden vierten Klassen am 05.02.2026 in die Landeshauptstadt. Auf dem Programm stand nicht nur eine Reise zu den Wurzeln Münchens, sondern für viele auch eine aufregende Premiere im öffentlichen Nahverkehr.
Früh am Morgen versammelten sich die Klassen 4a und 4b mit großer Vorfreude in der Schule. Das Ziel: Ein Besuch des Theaterstücks „Am Anfang war die Isar“, um unsere aktuelle HSU-Einheit zur Stadtgeschichte hautnah zu erleben.
Bereits die Anreise war für viele Kinder ein Highlight. Wir reisten klimafreundlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für manche Kinder war die Fahrt mit der Münchner U-Bahn eine echte Premiere. Das gemeinsame Navigieren durch die Bahnhöfe war eine tolle Übung in Sachen Selbstständigkeit und sorgte für staunende Gesichter in den tiefgelegenen U-Bahn-Schächten.
Im Theater angekommen, tauchten wir direkt in das Jahr 1158 ein. Im Mittelpunkt stand der Mönch Benedikt – ein bayerisches Urgestein, der ordentlich in Stress geriet, als die große Politik seinen Alltag durcheinanderwirbelte. Heinrich der Löwe ließ nämlich kurzerhand die Salzstraße über seine eigene neue Brücke leiten. Bischof Otto von Freising war über die Zerstörung seiner Brücke so empört, dass die Funken flogen – schließlich ging es um viel Geld und Macht. Und Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) wurde prompt von Albträumen geplagt, weil er den Streit zwischen Herzog und Bischof schlichten sollte. Es kommt, wie es kommen muss: Die Stadt München wird gegründet, und zwar „von einem Preiß“.
Müde, aber voller neuer Geschichten über Salzstraßen, bayerische Mönche und kaiserliche Sorgen, traten wir die Heimreise an.